Wie baue ich mir eine Geige? Was passiert eigentlich mit kaputten Instrumenten? Kann Müll auch zauberhafte Klänge machen? Hä – man kann sich aus Gemüse selber Instrumente bauen?

Diese und viele andere Fragen wollen wir uns über Grenzen hinweg anschauen. Gemeinsam Musik machen geht immer, auch ohne richtige Instrumente, ohne an einem Ort zu sein, mitten in einer Pandemie und mit völlig unterschiedlichen Sound-Ideen. Das Unkomplizierte der Musik wollen wir dabei auch nutzen, um etwas über kreative Herangehensweisen an Nachhaltigkeitsfragen zu lernen. Wir brauchen beim Nachdenken über eine bessere Zukunft das, was beim Jammen, Dirigieren, Improvisieren usw. so gut funktioniert. Eine Mischung aus Freiheit, Innovation und totaler Disziplin.

Gemeinsam musizieren heißt auch einander kennenzulernen, Unterschiedliches zusammenzubringen, eine neue Variation des schon Bekannten zu entwickeln. Und all das passiert jetzt mit unseren neuen Freunden aus Schottland: Die Govanhill Baths sind ein Nachbarschaftsprojekt mitten in Glasgow, das eigentlich ganz ähnlich tickt wie wir. Auch dort interessieren sie sich für zirkuläres Wirtschaften, organisieren kreative Werkstätten mit ganz unterschiedlichen Menschen und engagieren sich für künstlerisch-aktivistische Flächenexperimente in der Stadt. Spannend! Also auf geht’s nach UK – mal schauen ob wir reindürfen!?

Dass mit dem Brexit plötzlich alles ganz anders sein soll, verstehen wir einfach nicht. Also trommeln wir uns zusammen und gründen das Ensemble Upvention – aus Altem Neues machen, aber besser. Vielleicht gelingt das ja auch mit Europa. Und wenn nicht gleich flächendeckend, dann zumindest bei uns und den anderen Partnerschaften der neuen Cultural Bridge.

Cultural Bridge ist ein Förderprogramm des Fonds Soziokultur, des Arts Council England, des Arts Council of Northern Ireland, des Arts Council of Wales/Wales Arts International, von Creative Scotland und dem Goethe-Institut London. Wir freuen uns, dabei zu sein.

Fotoauswahl: Das Pandharmonium. Fotos: Luis Krummenacher.

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Titelfoto: Luis Krummenacher, S27 – Kunst und Bildung
Portfoliobild: Kathrin Glatz, S27 – Kunst und Bildung